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Blues

Der Blues ist wohl der einzige Tanz weltweit, den jeder ohne Buch oder Tanzunterricht beherrschen kann. Bei langsamer Musik wird der Partner mit beiden Händen möglichst eng angefasst, das Paar dreht sich im Rhythmus der Musik. Es gibt jedoch Situationen, in denen ein gewisser Abstand zum Partner sinnvoll ist, beispielsweise bei Betriebsfesten oder beim Tanzen mit der zukünftigen Schwiegermutter. Dafür gibt es eine Form des Blues-Tanzes, der immer angewendet werden kann.

Geschichte
Der Blues ist eine 1920 in den USA entstandene Musikrichtung. In den Liedern voller Schwermut und Sehnsucht klangen die Stimmen der jahrhundertelang versklavten und ausgebeuteten nordamerikanischen Schwarzen. Der Modetanz Blues entwickelte sich als Ersatz für den Slowfox.Tritt ab Anfang der 50er Jahre auch in Europa auf.

Cha Cha Cha

Der Cha Cha Cha ist ein munterer, kesser, lateinamerikanischer Tanz - ein Flirt. Der Charakter des Tanzes ist frech, lebhaft, spritzig und fröhlich. Er ist ein Publikumstanz, der durch aufgewecktes, selbstsicheres und aggressives Tanzen die Freude und Faszination der Tanzpartner füreinander widerspiegelt. Der Reiz dieses Tanzes liegt in dem schnellen Aufdrehen der Tanzhaltung zu einer Promenade oder einer schwungvollen Platzdrehung. Der Cha Cha Cha gehört zu den beliebtesten Tänzen in Europa. 

Geschichte
Er wurde in den 50er Jahren mit höchster Wahrscheinlichkeit von dem kubanischen Musiker und Bandleader Enrique Jorrin (geb. 1926) "erfunden". Er war zu dieser Zeit eine langsame Variante des Mambos, die große Zustimmung und Beliebtheit auf Kuba fand und somit den Mambo dort in den Hintergrund drängte. Udo Bier aus Wiesbaden und die Hamburger Traute und Gerd Hädrich brachten den Cha Cha Cha 1955/56 nach Deutschland. 1957 folgte das ADTV-Tanzlehrerpaar Gerd und Traute Hädrich einer Einladung der Dance Masters of America, um als Fachlehrer den Wiener Walzer zu unterrichten. Im Austausch brachten sie von dieser Amerikareise den Cha Cha Cha als neuesten Modetanz mit. Die schwer verständlich klingende Mambomusik behagte den Europäern zuerst nicht, vom Cha Cha Cha-Schritt waren sie begeistert. Elemente aus anderen Tanzarten reihten sich auf der Basis des langsamen Mambo ein und verhalfen dem Cha Cha Cha zu einer besonderen Beliebtheit. In Deutschland entwickelte sich der Cha Cha Cha fast zu einem zweiten Walzer, der 1961 in das offizielle Turnierprogramm aufgenommen wurde.

Discofox

Der Discofox hieß in den 1970er Jahren Beatfox, der sich aus dem Foxtrott entwickelte, als die Swingmusik seltener, und gleichmäßige 4/4-Beat häufiger zu hören war. Parallel zu dem deutschen Discofox entwickelte sich in Amerika der Hustle, Disco-Hustle und Latin-Hustle. Der Discofox übernahm Figuren dieser Tänze, die ihn noch abwechslungsreicher und schöner machten. Im Gegensatz zum Standardtanz Foxtrott war Discofox ein stationärer Tanz, bei dem die Schritte vor allem zum Drehen an der Stelle und für Wickelfiguren verwendet wurden. Heute ist der Discofox mit dem amerikanischen Hustle zu Discofox/Hustle verschmolzen und besitzt bereits klassischen Charakter: Seit Jahren gehört Discofox/Hustle zum Welttanzprogramm.

Foxtrott

Dieser Gesellschaftstanz im Viervierteltakt gilt als gemütlicher "Universaltanz" unter den Standardtänzen, da er sowohl für wenig als auch für viel Platz auf der Tanzfläche unbegrenzte Gestaltungsmöglichkeiten bietet und leicht zu erlernen ist. Der tänzerische Charakter des Foxtrotts äußert sich in rhythmisch klaren Gehschritten im Rhythmus slow-slow und schnellen, kleinen Seitwärtsschritten im Rhythmus quick-quick. Typisch für den Foxtrott ist die zickzackartige Linienführung, mit der sich die Paare über die Tanzfläche bewegen, und den Drehungen am Platz. Seiner großen Anpassungsfähigkeit wegen ist der Foxtrott einer der beliebtesten Allgemeintänze.

Geschichte
Dieser um 1910 aus den Tänzen Ragtime und Onestep in Nordamerika entstandene Gesellschaftstanz kam 1914 nach England (1915 gab es den ersten Foxtrott-Ball), dann 1918 nach Deutschland, und hat seither viele Wandlungen durchgemacht. Er wurde zum Ausgangspunkt zahlreicher Geh- und Schreittänze. Man tanzte den Foxtrott ursprünglich mit Gehschritten schnell und langsam (quick and slow). Bald übernahm der Foxtrott Bestandteile anderer Modetänze, die bleibende Spuren hinterließen, so dass 1923 eine fließende Bewegung an die Stelle des bis dahin marschartigen Tanzes getreten war. Schließlich trennte man 1924 die schnelle und die langsame Form und nannte sie Quicktime Foxtrot und Slow Foxtrot. Heute unterscheidet man zwischen dem Foxtrott (Gesellschaftstanz im Welttanzprogramm), dem Slowfox (Standardtanz im engl. Stil, seit 1928 auch Turniertanz) und dem Quickstep (Standardtanz im engl. Stil, seit 1928 auch Turniertanz).

Jive

Der Jive ist ein temperamentvoller, spritziger und fröhlicher Tanz. Die Tanzpaare wirken leicht und lebensfroh, unbekümmert spielen sie mit der Musik. Mit seinem deutlichen Rhythmus erinnert der Jive an den Rock'n'Roll.

Geschichte
Der Jive zählt zu den Nordamerikanischen Tänzen. Seine Wurzeln liegen im Boogie-Woogie. Der Jive ist eine Kombination aus verschiedenen Tanzarten. In der ein oder anderen Bewegungsformen tauchen Jitterbug, Boogie-Woogie und Bebop ebenso auf wie der bekannte Discofox. Seit 1968 gehört der Jive zum Turnierprogramm der Lateinamerikanischen Tänze.

Lambada

Sonne der Tropen - Lambada - hat einen sambaähnlichen Rhythmus, basiert auf dem Merengue und ist leicht zu tanzen. Im Sommer 1989 bringt die Popgruppe Kaoma den Musiktitel heraus. Die Musik entwickelte sich schnell zum Hit. Kurze Zeit später wird auf einer Pressekonferenz des ADTV der Lambada als Modetanz vorgestellt.

Langsamer Walzer

Der langsame Walzer gehört mit seinen fließenden, schönen, runden und weichen Bewegungen zu den schönsten Tänzen überhaupt. Er ist einer der Tänze, die weltweit gleich getanzt und unterrichtet werden.

Geschichte
Die Ursprünge des Walzers gehen bis ins 12. und 13. Jahrhundert zurück. Seine Wurzeln hat er in den paarweise getanzten Werbe- und Drehtänzen. Der langsame Walzer entwickelte sich aus dem deutlich schnelleren Boston. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Boston nach langsamerer Musik mit den dazugehörigen Figuren - offene und geschlossene Wechsel, Drehungen und Zögerwechsel - getanzt. Ende der 20er Jahre wurde der Langsame Walzer von den Engländern standardisiert und weiterentwickelt. So entstand der Walzer, wie er heute noch getanzt wird.

Macarena

Macarena ist ein unterhaltsamer Linientanz, der wegen seiner mitreißenden Musik zu einem Highlight wurde. Getanzt wird er bevorzugt auf Bällen, Partys und sonstigen Veranstaltungen wie beispielsweise bei den Olympische Spielen.

Geschichte
Die Gruppe Los Del Rio kam Ende 1995 mit einem Musikvideo zu ihrem Song "Macarena" heraus. Anfang 1996 wurde auf diesen Song von einer Kieler ADTV-Tanzlehrerin der Gruppentanz Macarena vorgestellt. Beim INTAKO wurde er im selben Jahr zum Tanz des Jahres gewählt.
 

Merenque

Merengue hat seine Wurzeln in einem Volkstanz aus Haiti, der Dominikanischen Republik und Puerto Rico. Merengue ist einfach zu tanzen und lässt viel Raum für eigene Fantasiefiguren. Merengue Figuren sind stark vom Hustle beeinflusst, die Armhaltung erinnert an den Mambo/Salsa.

Geschichte
In Europa tauchte Merengue erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg auf. Beliebt wurde der Tanz erst Anfang der 1980er durch die südamerikanische Popmusik.

Paso doble

Übersetzt bedeutet Paso doble "Doppelschritt". Der Paso doble ist die tänzerische Darstellung des Torreros mit seiner Capa, dem roten Tuch. Die Dame als Capa folgt der Führung des Herrn selbstbewusst, distanziert und wendig. Der Herr als Torrero zeigt sich entschlossen, kühn und stolz. Die Anspannung der Körper ist für das Publikum zu spüren. Der Paso doble ist der schnellste lateinamerikanische Tanz. 1961 wurde er in das Welttanzprogramm aufgenommen.

Geschichte
Der Paso Doble ist ein marschähnlicher Tanz, der vor allem in Spanien und Südfrankreich entstanden ist. Die Franzosen haben den Paso Doble standardisiert, deshalb gibt es viele französische Figurbezeichnungen. In den 20er Jahren wurde er als "Stierkampf-Pantomime" bekannt. Die Weiterentwicklung des Onestep, eines aus Amerika kommenden Gesellschaftstanzes, der in den Jahren 1912 bis 1925 getanzt wurde, zählt zu den Marschtänzen. Als Twostep, meist im Zweiviertel- oder Sechsachteltakt gespielt, ist er als Paso doble bekannt.

 

Quickstep

Quickstep ist ein heiterer, spritziger und lebendiger Tanz, der "Champagner" unter den Standardtänzen. Er ist der "große Bruder" vom Foxtrott und wird eigentlich immer auf "Gute-Laune-Musik" getanzt. Zu ihm gehören raumgreifende Bewegungen und Hüpfschritte.

Geschichte
1924 trennte man die schnelle und die langsame Form des Foxtrotts und nannte sie Quicktime Foxtrot und Slow Foxtrot. Heute unterscheidet man zwischen dem Foxtrott (Gesellschaftstanz im Welttanzprogramm), dem Slowfox (Standardtanz im engl. Stil, seit 1928 auch Turniertanz) und dem Quickstep (Standardtanz im engl. Stil, seit 1928 auch Turniertanz).

Rumba

Die Rumba ist ein erotischer Werbetanz aus Kuba. Das Wort Rumba, auch Rhumba, ist ein spanisches Wort und bedeutet "Fest" oder "Tanzfest". Sie ist ein Sammelbegriff für viele historische und zeitgenössische Lied- und Tanzformen.

Geschichte
Die genaue Herkunft der Rumba ist bis heute ungeklärt, sicher ist sie musikalisch und tänzerisch afro-kubanischen Ursprungs. Ursprünglich war Rumba ein rein rhythmischer Tanz, also nur mit afrikanischen und afro-kubanischen Perkussionsinstrumenten gespielt. Heute wird Rumba überwiegend melodiös gespielt und mit Rhythmus unterlegt. Über New York kam die Rumba in den 30er Jahren nach Europa und erlangte in England und Frankreich die größte Verbreitung. Der erste Rumba-Schlager erschien 1930 "The Peanut Vendor", die erste Rumba-Choreografie tauchte 1931 in England auf, die von den Franzosen und Deutschen übernommen wurde. In der NS-Zeit war sie in Deutschland als "entartete" Musik verboten. Seit den 50er Jahren zählt sie zu den Gesellschafts- und Turniertänzen.

Samba

Samba ist ein afro-brasilianischer Tanz und wird den "Latein- und nordamerikanischen Tänzen" zugeordnet. Das Wort "Samba" stammt ab vom portugiesischen Wort semba, der Bezeichnung für "Tanz" in der Sprache des Kongo- und Sambesigebietes in Schwarzafrika, und ist zunächst ein Sammelbegriff für an die hundert brasilianische Lied- und Tanzformen afrikanischen Ursprungs.

Geschichte
Entstanden in Brasilien im 19. Jahrhundert mit Ursprung in den kultischen Tänzen Altafrikas. Die Quellen der Samba führen bis in die Zeiten der Sklaverei in Afrika zurück, als die Samba bei den Bantus anlässlich der Kriegerweihe getanzt wurde. Bedingt durch die europäische Kolonisation Südamerikas im 17. und 18. Jahrhundert wurden die Samba-Reigen- und Rundtänze zu Paartänzen umfunktioniert. 1914 kam der Vorläufer der Samba, die Maxixe, nach Europa, was einiges Aufsehen erregte. 1924 gelangte die Samba nach Europa. Was aber in Europa als Modetanz "Samba" getanzt wurde, war eine sehr vereinfachte Form der eleganten Grazie der Original-Samba, denn für den mitteleuropäischen Sambatänzer sind die den Südamerikanern angeborenen Bewegungen kaum zu erlernen. Seit den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts bezeichnet "Samba" einen schnellen Tanz in geradem Takt. Als Gesellschaftstanz wurde die Samba nach dem 1. Weltkrieg in Europa bekannt, kam aber erst nach dem 2. Weltkrieg in Mode und zählt heute zu den Gesellschaftstänzen, ist seit 1959 Turniertanz, seit 1963 im Welttanzprogramm.

Slowfox

Der im englischen Stil getanzte Slowfox ist charakterisiert durch langgestreckte Schwünge, in die progressive Drehungen eingebaut sind. Er benötigt bei seiner Ausführung viel Platz, daher ist er in der Öffentlichkeit kaum tanzbar. Auf Slowfox-Musik lässt sich jedoch jederzeit auch ein langsam getanzter Foxtrott, die Schritte vom Blues oder auch die der Carré-Rumba tanzen.

Geschichte
1924 trennte man die schnelle und die langsamen Form des Foxtrotts und nannte sie Quicktime Foxtrot und Slow Foxtrot. Heute unterscheidet man zwischen dem Foxtrott (Gesellschaftstanz im Welttanzprogramm), dem Slowfox (Standardtanz im engl. Stil, seit 1928 auch Turniertanz) und dem Quickstep (Standardtanz im engl. Stil, seit 1928 auch Turniertanz).

Swing

Unter dem Sammelbegriff "Swing" versteht man eine Reihe von wilden Tanzformen in den dreißiger und vierziger Jahren, hervorgerufen durch die spektakulären Spielformen der damaligen Big-Bands. Er ist im Prinzip kein spezieller Tanz, sondern nur eine Art, sich beim Tanzen zu bewegen. Auf Swingmusik lassen sich Tänze wie Lindyhop, East Coast Swing, West Coast Swing, Balboa, Boogie Woogie, Rock'n'Roll, Jitterbug und Jive tanzen.

Geschichte
Die Geschichte des Swing beginnt nach dem ersten Weltkrieg mit der Ausbreitung der Dixieland-Musik und der immer größer werdenden Orchester. Der Texas Tommy um 1909 gilt als der älteste Swing-Tanz. Das depressionsgeplagte Amerika hatte vorerst für die mitreißende Big-Band-Musik wenig übrig. Die jüngere Generation aber, die nach einer Alternative zum Foxtrott suchte, verhalf dem neuen Sound sukzessive zum Durchbruch. Benny Goodman setzte mit seiner Amerikatournee 1935 eine neue Tanzleidenschaft in Gang, welche die Amerikaner bis Ende der 40er Jahre in ihrem Bann hielt. Um in den "Dance Halls", in denen sich oft bis zu tausend Tänzerinnen und Tänzer vergnügten, gehört zu werden - es gab zu jener Zeit weder Tonanlagen noch Verstärker - wurden die Blasinstrumente der Dixieland-Bands, je eine Trompete, Posaune und eine Klarinette, einfach vervielfacht.
Europa wurde von der Swing-Ära wenig tangiert, herrschte doch in dieser Zeit Krieg, und Swing-Tanzen war während der nationalsozialistischen Herrschaft verboten.

Tango

Tango - Verheißung und Illusion, Liebe und Hass, Enttäuschung und Melancholie, Freude und Hass. Der Charakter des Tanzes ist weich, sentimental und verhalten. Dieser Tanz der Leidenschaft wird eng umschlungen getanzt. Immer wieder wird inne gehalten, was eine Spannung hervorruft, in der sich Musik und Tanz gegenseitig beeinflussen. Der Tango lebt von der Spannung zwischen Dame und Herr, vom improvisierten Spiel ihrer Beine, die zärtlich streicheln und rasant hakeln können und von der Nähe und. Distanz des Paares.

Geschichte
Tango kommt aus Argentinien, mit Ursprüngen in Kuba und Uruguay im 18. Jahrhundert. Der argentinische Tango entstand um 1880 in den Einwanderervierteln am Rio de la Plata, an dessen Mündungsdelta Buenos Aires liegt, aus Habanera und Milonga, einer Mischung aus afro-kubanischer und europäischer Musik. Um die Jahrhundertwende wurde er zum Gesellschaftstanz.

Heinrich Band, ein Deutscher, entwickelte das Knopfakkordeon, das heute das typische Instrument für den Tango neben den Streichern ist. 1905 kam der Tango nach Europa, wurde wegen seiner "Obszönität" verboten. Papst, Kaiser und die Behörden wetterten gegen den neuen Tanz. Tango wurde verstärkt nach dem 1. Weltkrieg getanzt. Er wurde damals sehr frei getanzt. Der Ausdruck entsprach dem des Argentinischen Tango nach dem Motto: je wilder und verrückter, desto besser. Erste Tangoturniere gab es 1907 in Nizza und Paris. Tangotanzhallen, Tanztees mit Tangomode - Tango stieg auf vom Tanz aus dem Rotlicht-Milieu zum Gesellschaftstanz. Der Tango revolutionierte fast alles im gesellschaftlichen Bereich. Kein Wunder, dass es Verbote und Ächtungen des Tangos überall gab. In den 20er Jahren gab es die ersten Tangofilme mit Rudolph Valentino. In dieser Zeit wurde der Tanz durch die Engländer "standardisiert". Ende der 20er Jahre kam die Trennung in Tango Argentino und Tango des Englischen Stils. Noch in den 50er Jahren war Tango Turniertanz der Lateinamerikanischen Disziplin. Heute unterscheidet man hauptsächlich den Tango im Englischen Stil und den Tango Argentino.

Wiener Walzer

Der Wiener Walzer ist das Glanzstück der Walzer: Kreisende Wogen von Tanzpaaren, erfasst vom Dreivierteltakt. Trotz seiner relativ hohen Geschwindigkeit strahlen die Bewegungen kaiserliche Erhabenheit aus. Er ist der älteste und traditionsreichste Gesellschaftstanz und hat seinen Glanz nie verloren.

Geschichte
Die Anfänge des Walzers sind in den deutschen und österreichischen Bauerntänzen des Mittelalters zu finden. Der Ausdruck "walzertanzen" erklärt sich von der drehenden Bewegung der Füße am Boden. Der Walzer gilt als Träger der gesellschaftlichen Revolution. Der Wiener Walzer brachte ein Phänomen mit sich, das gerade angesichts der heutigen Tanzszene von Interesse ist: Erstmals in der Geschichte des europäischen Gesellschaftstanzes entstanden durch den Walzer frei tanzende Individuen, die sich in der ununterbrochenen Drehbewegung einer rauschartigen Tanzekstase hingaben.